Haushaltsstreit in Kaiserslautern: ADD fordert drastische Sparmaßnahmen

Haushaltsstreit in Kaiserslautern: ADD fordert drastische Sparmaßnahmen

Die Diskussionen um den Haushaltsplan 2025 der Stadt Kaiserslautern spitzen sich weiter zu. Bereits im Januar äußerte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) deutliche Rechtsbedenken und bemängelte das erhebliche Defizit im städtischen Haushalt. Die Behörde fordert nun drastische Sparmaßnahmen, was zu heftigen Reaktionen in der Lokalpolitik geführt hat.

Holger Munderloh von den Grünen kritisierte den Ton der ADD und schlug vor, einen Widerspruch gegen die Beanstandungen einzulegen. Manfred Reeb von den Freien Wählern bezeichnete die Forderungen der Aufsichtsbehörde sogar als Erpressung. Lukasz Pietzarek von der CDU plädierte dafür, rechtliche Schritte gegen die unzureichende Finanzausstattung der Kommunen einzuleiten.

Oberbürgermeisterin Beate Kimmel (SPD) riet jedoch von einem Widerspruch ab, da sie keine Erfolgsaussichten dafür sieht. Sie betonte, dass man sich stattdessen auf konstruktive Lösungen konzentrieren sollte, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Stadtrat wird am 10. März 2025 über das weitere Vorgehen beraten und mögliche Schritte zur Haushaltssanierung entscheiden. Zudem kündigte Kimmel an, dass die Stadt in Kürze Grundsteuerbescheide verschicken werde, da mittlerweile eine Rechtsgrundlage dafür besteht.